
Der Westen und der Norden Madeiras ist ruhiger als der Süden, hat aber einige Sehenswürdigkeiten.
Der Westen ist Madeiras ursprünglichste Region. Hier lebten die Menschen lange sehr bescheiden und viele waren gezwungen in der Ferne ihr Glück zu suchen. Auch der Norden ist eine ruhigere Region, sein Klima feuchter als im trockenen Süden. Die meisten Auswanderer gingen nach Südafrika, dass in den Diamantenmienen Beschäftigung bot. Andere Reisen gingen auch nach England oder Südamerika.
Viele kamen zurück, als es Madeira wieder besser ging und die Krisen wie Verfall der Zuckerproduktion und Zerstörung der Weinernte überwunden waren. Madeira lässt einen eben nie los. Wer ein wenig die bescheidenen Verhältnisse der Menschen nachempfinden möchte, der kann in Santana die historischen Strohdachhäuser besichtigen. Drei sehr schöne Casas de Colmo findet man dort in der Nähe des Rathauses. In Ponta do Pargo kann man übrigens den höchstgelegenen Leuchtturm Portugals sehen.
Am Norden Madeiras findet man auch noch ursprünglichen Lorbeerwald. Seit 1999 hat die UNESCO den Laurisilva unter Schutz gestellt. Das Schutzgebiet umfasst ca. 20 % Madeiras. In Porto Moniz im äußersten Nordwesten sollte man bei entsprechenden Temperaturen ein Bad in den Lavaschwimmbecken nehmen. Außerdem sollte man das umfassende Meeresaquarium dort besuchen. São Vicente ist ebenfalls sehenswert, dort sollte man das Lavatunnelsystem Grutas de São Vicente und das Centro do Vulcanismo besuchen. Nicht nur Geologen werden dort begeistert sein. Madeira Reisen in diese Region bieten also besondere Naturerlebnisse und die Möglichkeit Erdgeschichte und Natur kennenzulernen.