
Reiseführer über den Südwesten Madeiras mit Calheta, Ribeira Brava und Ponta do Sol.
Der Südwesten Madeiras ist wieder ganz anders als die Region um Funchal. Auf jeden Fall spürt man, wenn man die Hauptstadt Richtung Südwesten verlässt, dass es wieder merklich ruhiger wird. Auch wenn diese Region nicht mehr ganz so urspünglich ist, wie einst und man oft auf moderne Häuser und Wohnanlagen trifft, gibt es auch stille Orte hier, wo man auf seinen Reisen gut entspannen kann. Ein bisschen Zeitreise in das alte Madeira ist hier bereits möglich. Auch das können nämlich Madeira Reisen bieten. Typisch für den Südwesten ist auch der Sonnenreichtum und die hübschen Fischerorte an der Küste. Gut erkunden lässt sich die Region gut entlang der Levada Nova.
Hier liegt auch die Hochebene Paúl da Serra, die mit ihrer spärlichen Vegetation Assoziationen an Schottland oder Norwegen hervorruft. Sie erstreckt sich auf ca. 1.000 m Höhe zwischem dem Encumeada-Pass und Achadas da Cruz. Wenn man hier dem Levadaweg mit Mooss- und Farnbewachsung zum Felskessel Cascata do Risco folgt, entdeckt man Wasser, dass über eine 100 m hohe Felswand hinunterfällt. Hier kann man auch zum berühmte Vinte e Cinco Fontes gelangen, inmitten vom Lorbeerwald plätschern etliche Quellen in ein Becken.
Ganz in der Nähe befindet sich auch die weite Wiesenlandschaft Fanal, wo man noch wildlebende Rinder trifft. Das Wetter ist hier oft wechselhaft und nebelig. In diesem Bereich des Naturpakrs Madeira kann man auch Vögel beobachten. Eine bekannte Sommerfrische der Hauptstädter ist dagegen Ribeira Brava. Der Ort wird auch gerne als Wochenendziel von Funchal aus besucht. Eine schöne Promenade mit Bars und Cafés lädt zum Verweilen und Beobachten ein. Als wärmster Badeort Madeiras gilt Ponta do Sol. Seine Bucht hat grauen Kies und der Ort enge Treppengassen und restaurierte Häuser zu bieten. An der Uferpromenade stehen heute Hotels und Kaffeehäuser. Sehr reizvoll ist in dieser Region auch die Levada dos Moinhos (startet bei Tabua), die aber recht anspruchsvoll ist.
Verwaltungszentrum der Region ist aber Calheta. Der Ort liegt am Ribeira da Calheta in einer engen Schlucht. Der Ort war früher ein bedeutendes Zuckerzentrum, woran noch heute die Zuckerrohrmühle erinnert, die noch produziert. In Calheta befindet sich auch das Kuntszentrum Casa das Mudas. Vom schönen Yachthafen kann man auch Fahrten zur Wal- und Delfinbeobachtung unternehmen. Weiter Richtung Norden erreicht man Jardim do Mar, das ein schönes historisches Ortsbild verfügt. Sehenswert außerdem die Kirche Nossa Senhora de Rosario und die Meerespromenade. Nachbarort ist weiter nördlich Paúl do Mar, der bereits auf dem Gebiet des Naturparks Madeira liegt. Der Ort hat einen hübschen Hafen, wo man die Fischer beobachten kann und sich ín dessen Nähe unter einem großen Baum zum Austausch trifft. Auch in Paúl do Mar erkennt man an den Häusern, dass hier sorgfältig restauriert wurde.
Nicht am Meer liegt Prazeres, dass man über einen steilen Klippenpfad erreichen kann. ier findet man, neben der Kirche die Quinta Pedagógica, mit einem kleinen Zoo, Obstgärten, Kräutern und einem Teehaus. Einst vom örtlichen Pfarrer gegründet, ist es heute ein gern besuchter Ort, wo man auch hausgemachten Apfelwein und Kuchen bekommt.
Einen schönen Bericht über Madeira und seine Sehenswürdigkeiten findet man auch hier: Madeira-Bericht.